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Kapitel
Zwo
|Der
Vorstandsvorsitzender ist sichtlich erleichtert zurückgekommen.
Wahrscheinlich hat er gerade ein 50 Euro-Logo für 5000 verkauft.
Oder auch nicht. Er stellt sich in die Mitte, die Hände zum
Himmel. Sofort ist Ruhe im Saal. Herr Chlechowitz steht neben der
Leitung und lächelt nicht mehr. Trotzdem schneit es. Nach einer
Weile fängt M.Rybakov an zu reden:|
|M.R.
laut, tragisch wie Hamlet|
Was bieten wir ?
|leise,
erlösend|
ungewönliches Design
|ganz
leise, frustriert|
Es ist nichts aussergewöhnliches, nichts extrem neues, aber
auch nichts, was man an jeder Ecke im Internet findet.
Wir sind nicht die besten das passendste für den deutschen
kulturellen Raum sind wahrscheinlich die Produkte von MetaDesign.
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normal, selbstsicher |
Wir bieten auch nicht alle möglichen Dienstleistungen im Bereich
Design und Werbung, sondern machen nur das, was wir gut machen können:
Webseiten, Logos, Plakate und Flyer. Aber
im Gegensatz zu sehr vielen anderen Firmen, wissen wir, womit wir
uns überhaupt beschäftigen. Denn wir können die Designerwelt
noch von der Seite betrachten.
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normal, belehrend | Design
bestimmt oft den Erfolg einer Firma: seit Apple
ihre Produkte als eine Beilage zu dem Lebensstil verkauft geht es
der Firma viel besser. Auch die Softwarehersteller erkennen langsam
die Wichtigkeit des Designs für den Erfolg des Unternehmens:
z.B. das ReGet
Deluxe hat besseres Design als alle anderen Downloadmanager
und verdient allein deswegen die 23 Euro, die man für das Programm
verlangt.
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laut, belehrend |
Das Design ergänzt den Inhalt, es kann es nicht ersetzen. (Ausnahmen
bestätigen die Regel). Wir sehen Design als visualisierte
Empfindung, die zusammen mit dem Inhalt
eine geschlossene Sinneinheit bildet. Oder, anders gesagt, eine
eigene Welt entstehen lässt. Dabei kann diese Welt nur aus
einer Seite bestehen, oder aus Tausenden z.B. gehören
viele Seiten mit dem sogenannten alternativen Design zu einer
Welt, denn sie erzeugen beim Betrachter die gleichen Gefühle
und vermitteln die gleiche Weltanschauung.
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normal, nachdenklich | Ein
guter Designer kann verschiedenste Welten erzeugen und die eigene
Weltanschauung dreimal am Tag ändern. Auch sieht jeder Designer
die Firma, für die er die das Design macht, von der Seite und
mit anderen Augen als die Mitarbeiter und kann deshalb das Wesen
der Organisation objektiver visualisieren. (Nein, nein, ich bin
kein Klugscheißer, ich versuche nur mich möglichst genau
auszudrücken). Sie sollten also besser einen unabhängigen
Designer engagieren und dessen Meinung auch berücksichtigen.
(Außer wenn sie wirklich wissen was sie wollen und den Designer
als Werkzeug benutzen. Dann sollten sie aber seelisch bereit sein,
den Designer mehrmals zu wechseln Designer sind feinpixelige
Tiere und überleben solchen Stress nicht:)
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laut, feierlich |
An dieser tragischen Note ende ich meine feierliche Eröffnungsrede
und gehe zum Buffet
über. | in Ovation übergehende Applaus
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weiter: Das
Buffet
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